Nützliche hinweise für eine ausgezeichnete qualität

Bei sämtlichen Stationen der Konzeption und Realisation eines Druckdokuments, eines Entwurfs, einer Lithografie oder des Drucks garantieren Ihnen einige einfache Vorsichtsmassnahmen (insbesondere für die matten Bilderdruckpapiere) ein ausgezeichnetes Resultat mit der MCS-Kollektion.

Diese Informationen werden nach bestem Wissen erteilt; es ist nur als allgemeine Richtlinie gedacht und Arjowiggins übernimmt keine Haftung für Verluste oder Schäden durch Handlungen die auf Grundlage dieser Tipps enstehen könnten.

Um ein Durchschlagen der Druckfarbe zu vermeiden, sollten Sie bei der Konzeption Ihres Dokuments die Abbildungen mit grossen Farbmengen und die dunklen Farben Rücken an Rücken anordnen.Recto-verso

Während der Herstellung des Dokumentes vermeiden Sie bitte an den Falzstellen Volltonflächen und hohe Druckfarbenkonzentrationen sowie eine Reserve der UV-Lacke. Somit wird ein Abblättern des Druckfarbenfilmes an dem Falz verhindert.1

Sorgen Sie bei der Herstellung immer dafür, dass keine hohen
Druckfarbenkonzentrationen auf vom Druck ausgesparter Umrissflächen
aufgetragen werden, damit Verschmierungen beim Schnitt verhindert werden, die zu einer Verunreinigung der nicht bedruckten Partien auf dem Druckbogen und der Schnittflächen führen können.2

Vorsicht beim Einsatz der Farben Reflex Blue und Warm Red. Diese Farben können Scheuerprobleme verursachen. Nach Möglichkeit Skalenfarben verwenden.

3Die matten Bilderdruckpapiere sind im Allgemeinen etwas empfindlicher als die glänzenden. Da ihre Oberfläche offener ist, dringt die Farbe stärker in das Papier ein, das heisst, die Bindemittel der Farbe dringen in das Papier ein, während die Farbpigmente auf der Oberfläche verbleiben. Das führt zu Problemen hinsichtlich Scheuern und Ablegen.

Beim Satimat handelt es sich um halbmattes, leicht kalandriertes Bilderdruckpapier. Zusätzlich zu seinem sanftweichen Griff ist es dank des Kalandrierens auch sehr widerstandsfähig gegen das Scheuern. Beim Chromomat handelt es sich um ein wirklich mattes Papier, das überhaupt nicht kalandriert ist. Das verleiht ihm dieses einmalige Aussehen, sein tiefes Matt und seinen einzigartigen Griff. Es ist deshalb aber auch etwas empfindlicher, was bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beim Drucken und bei der Verarbeitung erforderlich macht.

Bei der Konzeption sollten sich nach Möglichkeit Abbildungen und Partien mit intensiven Farbflächen gegenüber liegen, um Verschmutzungen an unbedruckten Stellen zu vermeiden.

Bei der Lithoherstellung sollte vorzugsweise eine Unterfarbenreduktion vorgenommen werden (Reduzierung der drei Grundfarben, kompensiert durch eine Verstärkung von Schwarz), um ein Ablegen wegen zu hoher Farbführung zu vermeiden.

Während des Druckens wird empfohlen, nicht mit zu grossen Stapeln zu arbeiten, um die Risiken eines Ablegens zu vermeiden. Man erzielt die besten Resultate mit Spezialfarben für matte Bilderdruckpapiere. Es wird eine Schutzlackierung empfohlen, um Verschmutzungen zu vermeiden (zuvor jedoch die Verträglichkeit zwischen Farbe und Lack überprüfen).

 

PROBLEM URSACHE LÖSUNG
Butzenbildung
(vorwiegend am Papierrand)
Schnittstaub Wenn ein Papier vor dem Drucken
zurückgeschnitten wird, muss ein
Gegenschnitt gemacht werden.
Schwierigkeiten beim Widerdruck
Verschmutzungen
bei der Verarbeitung
Schlechtes Trocknen der Farbe Verwendung von geeigneten Farben.
Kontrolle des PH-Wertes und der
Leitfähigkeit des Feuchtwassers.
Verringerung der Wassermenge
Ablegen der Farbe Farbe wird nicht angenommen
Fehler bei der Befeuchtung
Farbmenge und Trocknungsmittel
entsprechend reduzieren.
Die Temperatur der IR Trocknung überprüfen.
Druckbestäubung erhöhen.
Schlechtes Druckergebnis im Falle von:
1) Ineinanderdruck mehrerer Farben
2) Zulaufen des Rasters
Farbe wird nicht angenommen
Fehler bei der Befeuchtung
Die Reihenfolge der Farben ändern.
Die Menge an Feuchtwasser überprüfen.
Gelbfärbung des Papiers
auf der Rückseite
Scheinbarer Effekt aufgrund der
Verdunstung der in der Farbe
enthaltenen pflanzlichen Öle
Keine wirkliche Lösung vorhanden, da dieses
Problem erst nach dem Drucken auftritt.
In einigen Fällen kann das Problem durch
das Auftragen eines Acryllackes beseitigt
beziehungsweise abgeschwächt werden.

gegenschnittBeim Gegenschnitt wird das vor dem Planschneidemesser liegende Schnittgut
ebenfalls mit sauberen und glatten Schnittkanten versehen.

PROBLEM URSACHE LÖSUNG
Schlechte Registerregelung
und/oder seitliche Passerdifferenzen
(vor allem bei Maschinen mit 1 oder
2 Farben für den Fall eines
mehrfachen Durchlaufs)
Falsche Laufrichtung Das Papier nach Möglichkeit so einsetzen,
dass die Fasern parallel zur Achse des
Druckzylinders verlaufen (Schmalbahn)
Schlechter Passer am Rand
Schlechte Registerregelung Dublieren
Schlechte Planlage
Gewellte oder gewölbte Ränder
Vor dem Öffnen der Paletten
die Temperatur des Papiers und
der Druckerei prüfen
Schlechte Planlage
Schnelle Verformung des Papiers
nach dem Öffnen der Paletten
Relative Luftfeuchtigkeit (rF)
Temperatur
Sollte die Luft in der Druckerei zu trocken
sein (rF<35%), trocknen die Ränder des
Papiers aus und die Bogen verformen sich.
Die Luft muss befeuchtet werden
Papier neigt in der Maschine
zur Faltenbildung
Schlechte Planlage
Falsche Vordermarkenstellung
Sollte die Luft in der Druckerei zu feucht sein
(rF>60%), nehmen die Ränder des Papiers
zusätzliche Feuchtigkeit auf und wellen sich.
Die Luft kann durch Heizen der Druckerei
getrocknet werden
Statische Elektrizität Zu geringe relative Luftfeuchtigkeit Siehe oben. Die Anordnung der Bogen
und die Einstellung der Übergabegreifer
und Vordermarken überprüfen
Die Luft befeuchten.
Die richtige Polarität der Maschine
überprüfen.
Antistatische Stäbe anbringen
VOLUMEN DER PALETTE
UNTERSCHIED ZWISCHEN DER INNEN- UND DER AUßENTEMPERATUR
(IN STUNDEN)
5°C 7,5°C 10°C 15°C 20°C 25°C 30°C 35°C
0,2m3 4St 7St 9St 15St 21St 29St 41St 62St
0,4m3 7St 12St 17St 26St 36St 41St 64St 92St
0,6m3 9St 15St 20St 31St 42St 55St 76St 106St
1m3 12St 18St 23St 33St 46St 63St 94St 115St
2m3 13St 19St 24St 35St 49St 66St 90St 123St

hohe-luftfeuchtigkeitDie Fasern nehmen die überschüssige Luftfeuchtigkeit auf und dehnen sich in Querrichtung aus. Dadurch wellt sich das Papier. Um dieses Problem zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass das Papier bis zum Gebrauch verpackt bleibt und es anschliessend nach jedem Stadium der Verarbeitung ausreichend schützen.

niedrige-luftfeuchtigkeitBei einer zu geringen Luftfeuchtigkeit
verdunstet die im Papier enthaltene Feuchtigkeit und die Fasern in Querrichtung ziehen sich zusammen. Dadurch wölbt sich das Papier nach oben. Dieses Phänomen tritt besonders häufig im Winter auf.

PROBLEM URSACHE LÖSUNG
Brechen im Falz Abblättern der Schicht Es empfiehlt sich, das Papier zu rillen.
Die Rillung muss prinzipiell auf der
Außenseite des gefalteten Dokuments
angebracht werden.
Abscheuern bei der Verarbeitung Scheuerfestigkeit ungenügen
Starke mechanische Einwirkung
Scheuerfeste Farben verwenden
(Fragen Sie Ihren Farbenlieferanten)
beziehungsweise Scheuerschutz
in die Farbe geben.
Einen Schutzlack auftragen.

Falzen: um das Falzen zu vereinfachen, empfiehlt es sich, das Papier ab einem Flächengewicht von 150 g/m2 zu rillen.
Empfohlene Laufrichtung beim

Rillen: Die Rillung sollte nach Möglichkeit parallel zur Laufrichtung des Papiers verlaufen.das-rillen-des-papiers